Unser Kommentar zum Artikel
Wir, die Bürgerinitiative Plankstadt (BI Plankstadt und Bündnis pro Querspange), sehen das Bahnprojekt Mannheim–Karlsruhe der Deutschen Bahn mit großer Sorge. Obwohl die Bahn von einer klimafreundlichen Zukunft spricht und jährlich 65.000 Tonnen CO₂ einsparen will, drohen für unsere Region erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität.
Die geplanten Neubautrassen würden Plankstadt, Eppelheim, Oftersheim und Heidelberg-Grenzhof zerschneiden und damit unsere Gemeinden massiv beeinträchtigen. Besonders die nächtlichen Güterzüge würden eine hohe Lärmbelastung mit sich bringen, während wertvolle landwirtschaftliche Flächen verloren gehen könnten – mit existenzbedrohenden Folgen für viele Betriebe.
Wir fordern daher, dass die Deutsche Bahn auf Neubautrassen verzichtet und sich an den bestehenden Strecken orientiert. Alternative Linienführungen wie die Querspange wurden bislang nicht ausreichend geprüft.
Auch in Schwetzingen und Hockenheim gibt es berechtigte Forderungen nach Lärmschutz und einer Tunnel-Lösung, die wir ausdrücklich unterstützen. Eine gute Lösung kann nur im regionalen Zusammenhang gefunden werden – im Sinne aller betroffenen Gemeinden der Rhein-Neckar-Region.
Neben den ökologischen und sozialen Fragen sehen wir auch offene Punkte bei der Finanzierung und der Zugzahlenprognose. Solange diese Grundlagen nicht verlässlich sind und die Bahn strukturelle Defizite – etwa bei der Digitalisierung des Güterverkehrs – nicht behebt, dürfen keine milliardenschweren Neubauten beschlossen werden.
Wir werden die Ergebnisse des 15. Dialogforums am 24. November genau prüfen und anschließend über unsere weiteren Schritte entscheiden. Klar ist: Wir müssen beim Thema zusammenhalten – und wenn nötig, werden wir gemeinsam auf die Straße gehen, um für eine lebenswerte und faire Lösung einzutreten.